Von der Laute zur E-Gitarre

Als die Mauren von Nord-Afrika über Gibraltar nach Spanien übersiedelten, brachten sie neben vielen anderen afrikanischen Kulturgütern auch die Laute mit.

Von Spanien aus gelangte dieses Instrument im Mittelalter nach Nord-Europa. In der Ritterzeit sangen herumreisende Sänger zu ihrer Laute Minnelieder. Aus einer späteren Zeit stammt ein Gemälde von Martin Luther, auf dem er sich zu seinen eigenen Kirchenliedern selbst mit der Laute begleitete.

Da es sehr mühsam war, die Laute herzustellen, entwickelten die Spanier daraus ein eigenes Instrument, das bis heute als „Spanische Gitarre“ bezeichnet wird.

Als die Spanier Mexiko und Süd-Amerika eroberten, brachten sie die Spanische Gitarre mit. Bis heute ist sie das meist gespielte Instrument der Welt.

Da diese Gitarre aber nur eine begrenzte Lautstärke erzeugen kann, entwickelte man in den USA später die Westerngitarre, deren Korpus größer war und dadurch die Gitarre lauter klingen ließ.

Die aus Afrika stammenden Sklaven spielten einfache Melodien auf halbierten Kokosnüssen, die sie mit Ziegenleder bespannten und mit einer Saite versahen. Auch dieses Instrument war nicht laut. Ein irischer Auswanderer tauschte die Kokosnuss gegen einen Metallkessel aus und bespannte ihn mit Stahlsaiten, um die Lautstärke zu steigern; das Banjo.

Es setzte sich als Instrument in der Country- und Jazzmusik durch.

Als aber große Tanzkapellen gegründet wurden, reichte auch diese Lautstärke nicht aus. Man brauchte eine E-Gitarre; ein Tonabnehmer nahm mit Hilfe von Magneten die Schwingungen der Stahlsaiten auf und gab sie über Verstärker wieder.

Bis zum heutigen Tag spielt die Elektrische Gitarre in der Rock- und Popmusik eine große Rolle.

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