Die 4. Klassen in Haithabu

Am 18. Mai waren wir, die 4. Klasse, in Haithabu. Wochenlang hatten wir an einem Buch über die Wikinger gearbeitet – jetzt wollten wir vor Ort sehen, wie sie lebten. Mit einer Führerin schauten wir uns die einzelnen Häuser an, dann ging es an das Bogenschießen:

„Begrüßt wurden wir von einem netten Wikingermann mit zotteligen, blonden Haaren und einem Bart. Er trug eine schwarze Pumphose und eine Weste aus Seehundfell über einem weißen Leinenhemd. Zur Begrüßung umfasste er unseren Daumen. Zuerst zeigte er uns, wie wir mit vier Fingern den Pfeil ziehen und dann loslassen mussten. Das sah ganz leicht aus, aber als ich dran war, stellte ich fest, dass die Wikinger doch sehr stark gewesen sein mussten.“ Pauline

„Endlich war ich an der Reihe. Der langhaarige, wild aussehende Wikingermann half mir, den Pfeil richtig zu platzieren. Ich holte aus – das war ganz schön schwer – und zielte auf den Bauch eines (Styropor-)Wildschweines. Und traf leider nicht! Doch wir hatten drei Versuche und schon beim zweiten klappte es!“ Kaya

Nach dem Bogenschießen wurde das Essen zubereitet:
„Einer der Wikinger hat uns gezeigt, wie man Feuer ohne Feuerzeug oder Streichhölzer macht. Er hat mit einem Feuerstein und einem Eisenstück ein kleines Zunderstück angezündet und als das brannte, hat er einen großen Zunder angezündet und den in ein vorbereitetes Strohbündel gehalten und gepustet. Als es brannte, legte er das brennende Stroh in das aufgestapelte Feuerholz.“ Patrice

„Für das Essen mussten wir Butter herstellen. Das ging so: Wir bekamen einen Krug mit Rahm, einen Holzquirl aus einer Tannenspitze und dann mussten wir quirlen, quirlen und wieder quirlen. Und langsam wurde die Sahne härter und bildete schließlich Klumpen. Ca. 20 Minuten haben wir zu zweit gebraucht – dann war die Butter fertig.“ Nico

„Charlotte hat einen großen Klumpen Salz mit einem Stein zerkleinert. Zwei andere haben Brennnesseln für den Quark gepflückt und Florian zerkleinerte Pimpernelle. Dann mischte er alles mit dem Quark. Für das Brot hatte die Wikingerfrau einen Teig vorbereitet, den wir zunächst kneteten und dann zu kleinen Fladen drückten. Die bestäubten wir dann mit Mehl, damit die Fladen nicht zusammenklebten. Gebraten wurden die Fladen auf einer Pfanne, die über dem Feuer hing. Später konnte man dann Quark oder Butter auf die Fladen schmieren und Salz darüber streuen.“ Ivo

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