„Geschichte war mein Lieblingsfach“

Interview mit dem Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Torsten Albig
von Luise (10 Jahre), Schülerin der Klasse 4 der Grundschule Surendorf

Luise: Als Ministerpräsident müssen Sie bestimmt viel arbeiten, von wann bis wann machen Sie täglich für Schleswig-Holstein die Hausaufgaben?

Torsten Albig: Mein Arbeitstag beginnt zwischen 8.30 bis 9.00 Uhr und endet meistens gegen 21 Uhr.

Ministerpräsident Torsten Albig im Interview mit der Schülerin Luise am 15. April 2013 im Landeshaus

Luise: Man sagt, dass man nicht für die Schule, sondern für das Leben lernt. Wie war das bei Ihnen?

Torsten Albig: Geschichte war mein Lieblingsfach, auf den Unterricht habe ich mich immer sehr gefreut. Interessiert haben mich besonders die politischen Rahmenbedingungen. Und wie sie gestaltet wurden. Wie haben zum Beispiel Menschen in einer Monarchie unter Königen und Kaiser gelebt. Oder in einer Diktatur. Oder in der Demokratie. Geschichte zeigt, dass man Rahmenbedingungen gut oder schlecht organisieren kann.

Luise: Im Landeshaus hat Bundespräsident Joachim Gauck seine Rede auf Plattdeutsch angefangen. Haben Sie ihn da verstanden?

Torsten Albig: Ich kann Plattdeutsch zwar selbst nicht sprechen, aber gut verstehen.

Luise: Welches war die berühmteste Person, mit der Sie zu tun hatten?

Torsten Albig: Der Bundespräsident Joachim Gauck, die Bundeskanzlerin Angela Merkel und die dänische Königin Margrethe II.

Luise: Ich habe bei unserem Zeitungsprojekt ganz viel über Sie in der Zeitung gefunden. Lesen Sie sich auch die vielen Artikel über Sie durch?

Torsten Albig: Einige ja, alle Artikel kann ich jedoch nicht lesen. Das macht der Pressesprecher. Er hält mich über alles Wichtige auf dem Laufenden.

Luise: Waren Sie gut in der Schule?

Torsten Albig: In der Grundschule war ich ein guter Schüler, in den Klassen 5 bis 10 war ich mittelmäßig gut, doch dann habe ich das beste Abitur der Schule geschrieben.

Luise: Sie treffen sich ja mit vielen Leuten. Welche Sprachen können Sie alle?

Torsten Albig: Ich spreche englisch und etwas französisch. Zum Glück gibt es Dolmetscher für andere Sprachen, die ich nicht in der Schule gelernt habe.

Luise: Müssen Sie zu allen Personen nett sein, auch wenn Sie sie blöd finden?

Torsten Albig: Nein, aber ich bleibe immer höflich und stelle sie nicht in der Öffentlichkeit bloß.

Luise: Ich habe in den Osterferien nichts in der Zeitung über Sie gelesen. Waren Sie in Urlaub?

Torsten Albig: Nein, ich war leider an einer Bronchitis erkrankt.

Zur Vorbereitung des Inter-views hat Luise für das ZISCH-Projekt 2013 über viele Monate Zeitungsartikel über Torsten Albig gesammelt

Zur Vorbereitung des Interviews hat Luise für das ZISCH-Projekt 2013 über viele Monate alle Zeitungsartikel über Torsten Albig gesammelt

Luise: Werden Sie manchmal um Autogramme gebeten?

Torsten Albig: Ja, das kommt oft vor.

Luise: Und geben Sie dann welche?

Torsten Albig: Ja, das mache ich.

Luise: Sie sind ja der „Bestimmer“ von Schleswig-Holstein. Wie ist das bei Ihnen zu Hause? Bestimmen dort Ihre Frau oder Sie?

Torsten Albig: Weil ich viele Termine habe, bestimmt zu Hause meistens meine Frau. Wichtige Entscheidungen fällen wir gemeinsam.

Luise: Hören Sie gerne Musik und besuchen Sie auch Konzerte und Aufführungen?

Torsten Albig: Im Bereich Klassik habe ich zuletzt den Pianisten Lang Lang gehört. Im Opernhaus habe ich mir Tschaikowskys Ballett „Nussknacker“ angesehen. Und in meinem letzten Popmusik-Konzert haben Wingenfelder & Wingenfelder gesungen.

Luise: Meine Lieblingssängerin ist Lena Meyer-Landruth. Wer ist Ihr Lieblingssänger oder –sängerin?

Torsten Albig: Ich mag die Rock-Musik von Nick Cave und den Jazz-Musiker Keith Jarrett.

Luise: Ich war vor kurzem in der Schwimmhalle und habe mich gefragt: Gehen Sie auch manchmal in das normale Schwimmbad?

Torsten Albig: Ich bin in Heiligenhafen an der Ostsee groß geworden und schwimme auch heute noch lieber im Meer als in einem Schwimmbad. Außerdem kann ich als Brillenträger nicht so gut im Schwimmbad ohne Brille sehen und das mag ich nicht so sehr.

Luise: Was haben Sie für Hobbys?

Torsten Albig: Meine Hobbys sind lesen, kochen und Fahrrad fahren. Ich bin auch ein großer Fan von Arminia Bielefeld und natürlich vom THW.

Ministerpräsident Torsten Albig antwortet auf Luises Frage: Wie gucken Sie, wenn Ihnen ein falsches Wort raus-rutscht?

Ministerpräsident Torsten Albig antwortet auf Luises Frage: Wie gucken Sie, wenn Ihnen ein falsches Wort rausrutscht?

Luise: Was ist Ihr Lieblingsessen?

Torsten Albig: Lasagne.

Luise: Wie gucken Sie, wenn Ihnen ein falsches Wort rausrutscht?

Torsten Albig: Da presse ich wahrscheinlich schnell die Lippen aufeinander. (macht es vor)

Luise: Vielen Dank, lieber Herr Ministerpräsident für das spannende Gespräch und dass Sie sich so viel extra Zeit für meine Fragen genommen haben!

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